E-Auto für Totenbeschau: Gesundheitsdienst der Stadt Wien forciert E-Mobilität - packmas.jetzt

E-Auto für Totenbeschau: Stadt Wien forciert E-Mobilität

Das erste E-Auto für Totenbeschau ist einsatzbereit. Der zuständige Wiener Stadtrat Peter Hacker: “Werden alternative Antriebe forcieren.”

Redaktion

Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien verstärkt seine Bemühungen beim Klimaschutz. Das Hygienezentrum der MA 15 bestreitet seine Fahrten zur Totenbeschau deshalb künftig mit Elektroautos. Nach Fertigstellung von vier E-Tankstellen wurde das erste E-Fahrzeug von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker seiner Bestimmung übergeben.

„Als Gesundheitsdienst war es uns ein Anliegen, möglichst rasch konkrete Schritte für eine klimafreundliche Mobilität zu setzen“, betont Jochen Haidvogel, Leiter der MA 15. Zunächst wurden dazu vier 11 kW E-Tankstellen im Hygienezentrum errichtet. Das erste E-Fahrzeug ist bereits eingetroffen und wird umgehend eingesetzt. Es ist mit moderner IT ausgestattet: Ein mobiles Notebook in den E-Autos steigert die Effektivität durch Digitalisierung, die Reichweite pro Batterieladung beträgt zwischen 300 und 400 Kilometern. Zug um Zug folgen dann bis zum kommenden Jahr drei weitere E-Autos.

„E-Mobilität ist ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz. Elektroautos sind bei langjähriger Nutzung deutlich umweltfreundlicher als mit fossilen Kraftstoffen betriebene Fahrzeuge. Wir werden daher in den nächsten Jahren alternative Antriebe forcieren, wie es unser Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky angekündigt hat“, so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Laut Klimafahrplan der Stadt Wien werden ab 2025 keine neuen Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge mehr angeschafft – mit möglichen Ausnahmen für bestimmte Sonderfahrzeuge, für die bis dahin noch keine CO2-freien Alternativen vorhanden sind. Dadurch soll die CO2-Neutralität des städtischen Fuhrparks bereits vor 2040 gewährleistet sein.

Das Hygienezentrum der Stadt Wien ist neben vielen anderen Aufgaben wie der Durchführung von behördlichen Desinfektionen auch für die Abwicklung des zentralen Totenbeschaudienstes der Stadt Wien verantwortlich. Bei der Totenbeschau wird die Ursache des Todes erhoben, sie ist Ausgangspunkt für alle weiteren behördlichen Schritte im Zusammenhang mit dem Todesfall.

Die Dienstfahrzeuge des Hygienezentrums absolvieren dafür pro Tag 30 bis 50 Fahrten und sind täglich von 7 Uhr früh bis 1 Uhr nachts auf den Straßen Wiens unterwegs. Nach jährlich 80.000 zurückgelegten Kilometern sind die derzeit vorhandenen Fahrzeuge am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt.

Fotocredit: Pixabay

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