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Direct-Air-Capture-Technologie: Die Lösung unserer Probleme?

Music-For-Nature-Initiator Bernd Awaloff stellt in diesem Gastbeitrag die Potenziale der Direct-Air-Capture-Technologien vor, die für die CO2-Säuberung der irdischen Atmosphäre aktuell das größte Entwicklungspotenzial aufweisen. Allerdings befinden sich auch Direct-Air-Capture-Technologien erst in der Entwicklungs- und Pilot-Phase …

Bernd Awaloff

Sie könnten helfen, den Klimawandel abzubremsen: Technologien, die Kohlendioxid direkt aus der Umgebungsluft absaugen – sogenannte Direct-Air-Capture-Technologien. Kohlendioxid ist einer der Treiber der globalen Erwärmung, doch da es nicht gelingt, die globalen Emissionen ausreichend einzudämmen und da auch die Aufforstung nicht im gewünschten Maße vorankommt, wird zunehmend über neue Technologien diskutiert. Diese sollen Kohlendioxid nicht nur vermeiden – sondern in der Luft reduzieren.


Denn es scheint absehbar: Ohne zusätzliche Maßnahmen werden wir die Klimaziele kaum erreichen. Die zunehmende Verschmutzung der Umwelt durch Kohlendioxid und das gleichzeitige Abholzen der Wälder in einigen Regionen der Welt hat zur Folge, dass neben der Reduktion des CO2-Ausstoßes zusätzliche Maßnahmen zur Reinigung der bereits kontaminierten Luft nötig sind. Die Direct-Air-Capture-Technologie hat von allen Techniken zur Säuberung der Atmosphäre wahrscheinlich das größte Entwicklungspotenzial.


Die dabei zum Einsatz kommenden technischen Ansätze sind detailliert in verschiedenen Studien dargestellt. Einen ersten, guten Überblick kann man sich bei Wikipedia verschaffen: https://de.wikipedia.org/wiki/Direct_air_capture

Ein weiterer hochinteressanter Aspekt der Direct-Air-Capture-Technologien sind die Verwertungsmöglichkeiten des rückgewonnenen CO2. Der Anwendungshorizont dieser ausgefilterten Moleküle ist breit: von Kohlensäure im Mineralwasser über Kühlmittel für Autos bis zu synthetischen Treibstoffen und Dünger für Gewächshäuser. Und all jene Anteile, die von den „geernteten“ Molekülen nicht umgehend gebraucht werden, können gelagert werden: Bei Reykjavik werden bereits heute aus dem Filter ausgewaschene Moleküle mit Wasser vermischt. Das entstehende heiße Sodawasser wird in unterirdische Basalt-Fels-Formationen injiziert, wo das CO2 innerhalb von zwei Jahren mineralisiert und damit definitiv unschädlich ist.

Aber trotz allen Potenzials sollte man auch die Direct-Air-Capture-Technologien nicht zum Heilsbringer hochstilisieren. Die meisten Projekte zur CO2-Abscheidung befinden sich noch im Entwicklungs- und Pilotstadium. Ein großer Nachteil: Da in der Luft nur 0,04 Prozent Kohlendioxid enthalten sind, muss enorm viel Volumen durchgesiebt und gepumpt werden. Das allein verbraucht viel Energie – am besten natürlich regenerative. Hier abschließend noch eine interessante Studie vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie (Technologiebericht Verfahren zur CO2-Abtrennung), falls Ihr Euch tiefergehend mit dieser Thematik beschäftigen möchtet: PDF zu den Studienergebnissen

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Fotocredit: Music-For-Nature

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