Kein Zurück in die Normalität - packmas.jetzt

Kein Zurück in die Normalität

Singer/Songwriter Christoph Calim schreibt und singt in seinem musikalischen Essay monatlich über ein aktuelles, brisantes Thema der Gesellschaft. Im Text findet eine gedankliche Beleuchtung seiner Beobachtungen statt. Im Song berührt Calim die Gefühlsebene und aktiviert das Herzensverständnis.

Ein musikalischer Essay von Christoph Calim

Die Radikalisierung der Gesellschaft schreitet also zügig voran. Ich bin weder Impfgegner noch Impfbefürworter – ich bin allerdings für eine ganzheitliche Gesundheit von Mensch, Tier & Natur und meine einzige zurzeit existierende Überzeugung dazu ist die, dass die Pandemie nicht unser Hauptproblem ist, sondern die Normalität, in die zurzeit so viele – beinahe panikflüchtend – zurückwollen. Denn diese Normalität hat letztendlich auch zu dieser Pandemie geführt und zu noch zahlreichen anderen – für die Menschheit, aber auch für den gesamten Organismus Erde schädlichen – Folgen.

Die Veränderung der Normalität

Was machen wir nun? Wie kommen wir aus diesem Dilemma heraus? Wie kann sich die Menschheit als Kollektiv weiterentwickeln? Die größte Herausforderung für eine lösungsorientierte und die Gesellschaft vereinende Antwort zu diesen Fragen ist die zurzeit stattfindende – und immer absurdere Dimensionen annehmende – Spaltung der Gesellschaft, denn unsere „destruktive Normalität“ lässt sich einzig auf einem Weg der Gemeinsamkeit zu einer „konstruktiven Normalität“ verändern, nicht aber auf einem Weg der Trennung.

Die Gesundheit aller ist das Gebot der Stunde

Zuallererst und ganz oben steht die Gesundheit aller Menschen. Dazu würde ich „Ja!“ sagen und so tönt es zumindest aus den politischen Sprechchören und immer gleichen Werbe-Slogans der Medien. Doch „Stop!“, sind wir jetzt bitte einmal ehrlich, blicken wir ganz tief und ohne Make-Up in den Spiegel der Gesellschaft: Steht die Gesundheit aller Menschen tatsächlich an erster und oberster Stelle?

Wenn ich einen Wunsch beim Christkind frei hätte, dann würde ich mir eben diese allumfassende Gesundheit wünschen. Und Frieden & Harmonie natürlich. Aber wenn wir uns die Fakten unserer „Normalität“ ansehen, dann steht die Gesundheit der Menschen ganz weit unten – irgendwo spät nach allen turbokapitalistischen Systemerhaltungstendenzen, gerade noch an einer Werte-Position, die die „Funktion“ jedes einzelnen Menschen in Takt hält. Dabei steht aber nicht die Gesundheit des Menschen im Mittelpunkt, sondern ausschließlich die Funktion selbst, denn der Mensch ist – zumindest zurzeit noch – systemrelevant.

System-Relevanz als Unwort des Jahres Nummer 1

Das 1. Unwort des Jahres nennt sich „System-Relevanz“ und es zeigt – bereits für sich allein stehend – in aller schonungslosen Klarheit: nicht die Menschheit kämpft derzeit ums Überleben, sondern das System. Wenn es in der aktuellen Debatte wirklich und wahrhaft um die Gesundheit der Menschen gehen würde, dann hätten wir bereits seit Jahrzehnten folgende Grenzen gesetzt und Gesetze wie folgt erlassen:

–> ein weltweites Tabak-Verbot.

–> ein weltweites Alkohol-Verbot.

–> ein weltweites Zucker-Verbot & auch ein Verbot für andere künstliche Süßungsmittel wie beispielsweise Glukose/Fruktose-Sirup (High Fructose Corn Sirup – HFCS), die nachweislich für einen rasanten Anstieg der NAFLD (Non-Alkoholic Fatty Liver Disease), der nichtalkoholischen Fettleber-Erkrankung sorgen (u.a. 30 % der gesamten europäischen Bevölkerung leidet bereits daran).

-> ein weltweites Verbot für industriell gefertigte Nahrung inkl. all den künstlichen Geschmacksverstärkern und Emulgatoren – allen voran E466 (Carboxymethylcellulose) und E433 (Polysorbat 80), die nachweislich zu Darmentzündungen und einer Veränderung der Darmflora führen können.

–> ein weltweites Verbot von Massentierhaltungen inkl. den standardisierten Antibiotika-Medikamenten.

–> … und noch soooooo vieles mehr ….

Diese Liste kann schier unendlich weitergeführt und ergänzt werden. Und diese Liste deckt ausschließlich den Bereich der Lebens- und Genussmittel ab, die erwiesenermaßen Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, alkoholische sowie nichtalkoholische Fettleber, Diabetes, Adipositas und viele weitere Krankheiten fördern und/oder verursachen. Jetzt könnten wir noch eine 2., 3. und „x.te“ Liste anfertigen, die all jene Klima- und Umweltsünder auflisten, die ebenfalls unsere Gesundheit und die unserer Kinder nicht nur schwächen, sondern schwer gefährden – allen voran natürlich die Öl- und Gasindustrie, die nach wie vor fleißig pumpt und pumpt und pumpt. Dann hätten wir noch die Millionen Tonnen CO2-Ausstoße anzubieten, die tagtäglich in die Atmosphäre gelangen. Dann hätten wir noch die Smog- und Feinstaub-Belastung sowie die damit in große Mitleidenschaft gezogene Luft, die wir tagtäglich ein- und ausatmen.

„Und dann kam Corona …“ – eine Lungen- und Atemwegserkrankung. Was zeigt uns das auf einer Meta-Ebene? Die Pandemie ist ein klares Spiegelbild unseres Handelns: Wenn wir so weitermachen, können wir nicht mehr atmen. Irgendwann betrifft dies nicht nur eine „Risikogruppe“, sondern ALLE.

Gesundheitskrise als weiteres Unwort des Jahres

Und schon wären wir nach „System-Relevanz“ beim 2. Unwort des Jahres: „Gesundheitskrise“. Wer aktuell von einer Gesundheitskrise spricht und diese auf die letzten zwei Jahre einschränkt, ist blind auf beiden Augen, denn aus der nachweislich historischen Perspektive befinden wir uns bereits seit mehreren Jahrzehnten in einer massiven Gesundheitskrise für Mensch, Tier & Natur. Und mit all unserem Handeln, ja mit der gesamten Definition des aktuellen Systems befeuern und fördern wir auch noch diese Gesundheitskrise weiter und weiter und weiter …

Mit der – die letzten Jahrzehnte existierenden und florierenden – „Normalität“ wird es gewiss nicht bei dieser einen Pandemie bleiben. Da werden weitere Seuchen folgen. Ganze Landstriche und geografische Abschnitte der Erde werden außerdem unbewohnbar werden. Es wird zu massiven Ernteausfällen und Hungersnöten kommen. Es wird eine Fluchtbewegung geben, wie wir sie uns als aktuelle Menschheit nicht einmal in biblischen Dimensionen vorstellen können. Und so weiter … und so weiter … und so weiter …

Quo vadis, Menschheit?

Was macht den Menschen wirklich einzigartig? Die Auslöschung seines eigenen Lebensraumes …

Aktuell ist der Mensch die EINZIGE Spezies auf diesem Planeten, die durch das kollektive, systemische Handeln nicht nur sich selbst, sondern das Leben aller auf diesem Planeten gefährdet und im Begriff ist auszulöschen. Und der größte Zynismus findet sich darin, dass wir inmitten des lebensfeindlichen Handelns auch noch in einen kollektiven Hochmut gefallen sind und tatsächlich annehmen, wir seien die intelligenteste Spezies auf der Erde. Kurios. Aber, wie heißt es so treffend: Hochmut kommt vor dem Fall. Wenn wir JETZT nicht – uns selbst schonungslos gegenüber – auf all unsere kollektiven Systemfehler hinsehen – dann „Good night, humanity!“

Ich bin weder Corona-Leugner noch Corona-Panikschieber. Ich nehme die Pandemie ernst, so wie ich die massive, großflächige Gesundheitskrise ernst nehme, in der wir uns als Menschheit bereits seit Jahrzehnten befinden und die wir durch die Erhaltung des aktuellen Systems weiterhin fördern. Wir schaufeln regelrecht Kohle in den Ofen der dampfenden Ignoranz-Lokomotive, die direkt in den Untergang der Welt fährt. Welcher Welt? Unserer Welt: der Menschheits-, Tier- und Natur-Welt, in der wir zurzeit alle (noch) leben.

Bin ich jetzt nur mehr ein halber Mensch oder gar ein Alien?

Ich bin also weder Impfgegner noch bin ich „Impf-Fetischist“ – wer oder was bin ich dann aber eigentlich? Eine Insel? Ein Hybrid? Nur ein halber Mensch? Oder gar ein Alien? In jedem Fall aktuell ein Mensch, der nirgendwo dazugehört … In brisant emotionalen Gesprächen mit der „einen“ wie auch mit der „anderen“ Seite stelle ich nur eine einzige Gemeinsamkeit in den beiden Standpunkten fest: Radikalisierung. Vermischt mit sehr, sehr viel Angst. Und mit ihr eine herzensbetäubende Lawine an Wut-, Verzweiflungs- und Falschbehauptungen. Sehr häufig aus der Bildungsschicht – also von jenen Menschen, von denen ich bisher annahm, dass sie (selbst)-kritisches Denken, Toleranz & demokratische Werte repräsentieren. Doch diese scheinen wie weggefegt, weggeblendet, weggezweifelt. Was bleibt ist völliges Misstrauen gegenüber allem und allen – innerlich vermutlich am meisten gegenüber sich selbst.

Auf den Trümmern eines lebensfeindlichen Systems eine nachhaltig gesunde Gesellschaft aufbauen.

Wir haben als Menschheit nicht nur eine Pandemie zu lösen

Ich bin Musiker, Schriftsteller, Journalist und vor all diesen Tätigkeiten bin ich ein Mensch, der – in aller notwendigen, eiskalten Klarheit – vor allem eines wahrnimmt: Wir haben als Menschheit nicht nur eine Pandemie zu lösen, sondern eine noch viel größere, verantwortungsvollere und ein extremes Feingefühl benötigende Aufgabe aus diesem zurzeit existierenden, extrem lebensfeindlichen und destruktiven System ein neues, nachhaltiges & lebensfreundliches & die Gesundheit ALLER förderndes System zu erschaffen und zu erbauen. Davon möchte ich Teil sein: Ja! Teil des System-Erhalts allerdings: Nein! Denn, dann würde ich mich nicht mehr trauen in den Spiegel zu schauen. Ich würde auch nicht mehr in die Augen meines Sohnes blicken können, weil ich weiß, dass ich ihn und seine Zukunft und somit mich und die gesamte Menschheit verrate. Tagtäglich – mit all meinen Handlungen. Und dann bliebe mir nur der sich ständig wiederholende Satz übrig: Ich schäme mich ein Mensch zu sein … ich schäme mich ein Mensch zu sein  … ich schäme mich …

Kein Zurück in die destruktive Normalität

Hiermit kehre ich zum 3. Unwort des Jahres zurück: „die Normalität“. Sowie zur allgemein vorherrschenden Sucht nach einer Rückkehr zur Normalität. „Back To Normality“ sozusagen. Ich glaube, dass dies eine Illusion ist. Ich denke, dass wir als Menschheit nie mehr in diese Normalität zurückkehren können. Denn, es ist eine faule Normalität, eine lebensfeindliche Normalität, eine ungerechte Normalität, eine extrem verdrängungsorientierte Normalität. Machen wir uns für einen Moment bewusst, wie diese oft zitierte „Normalität“ aussieht. Hier nur einige wenige Fakten, die für mich ein Bild zeichnen, worin keine Menschheit zu erkennen ist, die ein Leben in Achtsamkeit, Würde, Toleranz, Freiheit, Gerechtigkeit und vor allem Gesundheit lebt:

# FAKT 1

Alle zehn Sekunden stirbt auf dieser Welt ein Kind an den Folgen von Hungersnot – während wir in Wien täglich so viel Backware in den Müll werfen, wie Graz täglich isst. Ist das die Normalität, in die wir zurück wollen?

# FAKT 2

Durch Luftverschmutzung gibt es jährlich mehr Todesopfer, als durch das Rauchen. Konkret sorgen weltweit Luftschadstoffe für „8,8 Millionen vorzeitige Sterbefälle“ – und das PRO JAHR (!!!). Ist das die Normalität, in die wir zurück wollen?

# FAKT 3

Zehn Prozent der Menschen besitzen 84 % des gesamten Nettogeldvermögens – während für 90 Prozent nur 16 % Prozent davon übrig bleiben. Weltweit herrscht dadurch ein immens hoher Prozentsatz an Armut und damit häufig zusammenhängend keine oder eine unzureichende Gesundheitsversorgung. Ist das die Normalität, in die wir zurück wollen?

# FAKT 4

Für das Jahr 2020 weist die internationale Statistik weltweit 9,96 Millionen Krebstote auf. Im selben Jahr gab es 19,3 Millionen Krebsneuerkrankungen. Laut Prognose könnte sich die Zahl der Todesfälle aufgrund von Krebs bis zum 2040 auf rund 16,3 Millionen pro Jahr erhöhen.  (Unten der Link zu den Zahlen der International Agency for Research on Cancer). Ist das die Normalität, in die wir zurück wollen?

# FAKT 5

2019 gab es 8,88 Millionen Todesfälle durch ischämische Herzerkrankungen sowie rund 6,2 Millionen Tote aufgrund von Schlaganfällen. Mit also über 15 Millionen Toten jährlich sind Herz- und Kreislauferkrankungen auf Platz 1 der Todesursachen. Dass ein erheblicher Prozentsatz daraus mit Gewissheit nicht auf genetisch bedingte Erkrankungen zurückzuführen ist, sondern auf falscher Ernährung, zu wenig Bewegung, äußere Umwelteinflüsse und einem zu hohen Stresspegel im Arbeits- wie auch Privatleben beruht, brauche ich wohl nicht zu betonen. Ist das etwa die Normalität, in die wir zurück wollen?

# FAKT 6

Zwischen April 2020 und April 2021 starben mehr als 100.000 Menschen in den USA an Drogen – insbesondere an einer Überdosis von Opioiden. Damit sind die Zahlen an Drogentoten, die von der Gesundheitsbehörde CDC veröffentlicht wurden, so hoch wie noch nie zuvor. Und diese Zahl wächst jährlich um 20 Prozent. Dennoch werden jedes Jahr neue Opioid-Produkte auf den Markt gebracht. Ist das die Normalität, die wir erhalten wollen?

# FAKT 7

Der globale Pharmamarkt erzielte im Jahr 2019 einen Gesamtumsatz von 1.115, 24 Milliarden US-Dollar. Ich schreibe das aus: Eintausend-einhundertfünfzehn-komma-vierundzwanzig Milliarden US-Dollar – und das in nur einem Jahr! Noch Fragen?! Wie soll Krankheit verschwinden, solange der Mensch so viel Geld daran verdienen kann? Wer glaubt denn bitte ernsthaft, dass diese Industrie freiwillig einwilligen würde, eine völlig gesunde Gesellschaft zu fördern und zu erschaffen? Ist das etwa die Normalität, die wir erhalten wollen?

# FAKT 8 – 100.000 …

Soll ich nun auch noch auf all die Kriege und die Waffenindustrie eingehen? Soll ich nun auch noch die Zahlen aus der Öl- und die Gasindustrie nennen? Ich denke die Branchen-Bezeichnungen alleine sagen bereits alles über ihren Beitrag zur Gesundheit der Menschheit aus. Einmal geht noch: Ist das die Normalität, die wir erhalten wollen?

Ich persönlich kenne keinen einzigen Menschen, der auf diese Frage(n) mit „Ja!“ antworten würde – alle sagen sie ganz klar „NEIN!“. Aber natürlich gibt es sie, die JA-Sager da draußen, die dieses System einer unfassbar selbstzerstörerischen Normalität erhalten wollen … Doch was wir – als gesamte Menschheit – heute brauchen, ist die Erschaffung einer neuen Normalität – das gemeinsame & achtsame Verändern des destruktiven und gesundheitsschädlichen Systems hinzu einer Gesellschaft der Gesundheit, des Friedens & des Zusammenhalts.

Ist ein unbewohnbarer Planet das zynische Erbe für unsere Kinder?

Ich denke, dass die zurzeit größte Verhinderung für die Kreation einer neuen, besseren, gesünderen Normalität von einer kollektiven Verdrängung ausgeht, die all diese obigen Fakten im Lebensalltag ausblendet. Auch ich nehme mich persönlich davon nicht aus – ich hatte jahrzehntelang ein sehr „bequemes“ Leben.

Begutachten wir uns hier in Mittel-Europa einmal genauer: Wir haben unseren Job, unsere Familie, ein Haus, eine Wohnung, ein oder mehrere Fahrzeuge und mehr als ausreichend Wasser und Lebensmittel. Wir können jede Woche einkaufen gehen – neue T-Shirts, Kleider, Hosen, Schuhe, Teller, Vasen, Möbel, Computerspiele, elektronische Geräte und vieles mehr – ohne, dass wir dabei nennenswert viel Geld verlieren. Warum ist dies so? Sehr vereinfacht zusammengefasst: Weil die meisten der Konsumgüter in Staaten produziert werden, die sowohl mit Billig-Lohnkräften arbeiten (die eine unzumutbare Arbeitsumgebung haben), als auch die Produkte aus Billig-Materialien herstellen, die größtenteils auf Ausbeutung und Zerstörung unserer Umwelt beruhen.

Made In Hell

All das können wir natürlich ganz gut verdrängen: vor unseren schicken Flatscreens (Made in China), mit einem kalten Bier (Owned by Heineken) in der Hand und vier angebrauchten Chips-Packungen (Owned by Kelloggs) vor uns am Tisch, während wir auf unserem Massenproduktions-Sofa zum Spottpreis von der Firma „Made in Sweden“ und in unserem Sweater „Made in Pakistan“ aus der Firma „Made in Norway“ unseren Bierbauch trainieren. Da ist es doch völlig egal, wenn draußen die Welt den Bach runter geht, Kinder alle zehn Sekunden an den Folgen von Hunger sterben, die Fische zukünftig in Plastik- und Ölteppichen schwimmen, ganze Regenwald-Zonen abgeholzt werden und uns die Luft zum Atmen nehmen. Alles völlig egal – solange die Moneten da draußen rollen, die Aktienkurse auf den Börsen nach oben schnellen und wir im wohlig warmen Turbokapitalismus-Nest weiterhin den Hedonismus frönen. Ach, darauf können wir dann stolz sein. Wir dürfen allerdings vor unserem Ableben als egoistischer und selbstgerechter Konsum-System-Erhalter nicht vergessen unseren Kindern ein schmatzend-lächelndes Couchpotato-Selfie zu hinterlassen, das sich unsere Kids dann in ihrem Betonschutzbunker tief unter der kontaminierten Erde zumindest aufhängen können – als zynischen Lichtblick in die Vergangenheit: „Ach, wie es da hoch oben einmal schön gewesen ist. Danke, Daddy, dass du mir zumindest dieses Foto als Erinnerung vererbt hast und mir einen Einblick gibst, wie es sonst noch so hätte sein können …“

„Because money is stronger than any heart – thanks humanity, thanks normality!“

Als Künstler stelle ich mir häufig die Frage: Soll ich dazu nun einen Roman schreiben? Oder besser noch ein Drehbuch und die bevorstehende Dystopie beinhart auf die Leinwand bringen? Aber dann komme ich immer wieder zu dem Faktor „Zeit“: Tick, tack, tick, tack … Und dann weiß mein gesamter Organismus plötzlich, dass es viel zu spät ist solche langfristigen Projekte zu realisieren. Jede Minute zählt – ja, eigentlich jede Sekunde. Darum wurde es nun ein Song: „Back To Normality“ sein Name. Er ist gewiss provokant und unangenehm, ganz sicher kein glattpoliertes Wohlfühl-Lied, denn das ist weder Ziel dieses Kommentars noch der folgenden Text- und Tonfolgen.

Wir leben aktuell nicht in einer Zeit des Wohlfühlens, sondern in einer Zeit, wo wir alle dazu berufen sind, aktiv zu werden, eine bessere Welt zu erschaffen, um uns in der Zukunft überhaupt wieder einmal wohlfühlen zu können. Jetzt! Nicht morgen. Ich bitte innigst darum – für uns und vor allem für unsere Kinder.

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Christoph CALiM – “Back To Normality” (Offizielles Musikvideo)

BACK TO NORMALITY – Der Song zum Essay

Singer/Songwriter Christoph CALiM releases “Back To Normality” in December 2021 – a socially critical protest song with provocative lyrics that reminds us brutally honest of the destructive normality in which we currently live. After two years of pandemic, we all have the wish to get back to a “normal life”. But have we ever taken a closer look at this normality? In what normality have we lived the past few years? Hasn’t there been a health crisis before? Was life worth living? Are we a human race that lives a life of mindfulness, dignity, tolerance, freedom, justice and, above all, in health? Christoph Calim has researched some facts about our current normality around his song “Back To Normality”:

In our normality a child dies every ten seconds from the effects of famine; in our normality 8,8 million people die every year as a result of air pollution; in our normality more than 15 million people die every year from cardiovascular diseases; in our normality 9,96 million people die of cancer every year; in our normality the global pharmaceutical industry has a turnover of more than 1.115 billion US dollars per year; in our normality 10% of mankind own 84% of the total net monetary wealth; in our normality there are still countless wars and they causes death, suffering and migration that determine the lives of millions of people.

“Because money is stronger than any heart – thanks humanity, thanks normality”, Calim sings critically. Is that the normality we want to go back to? Is that the normality that we want to continue? Christoph Calim believes that we as human beings can never return to this normality. “Because it is a hostile normality, a life-threatening normality, an unjust normality, an extremely destructive normality.” As humanity we not only have to solve a pandemic, but also have an even bigger, more responsible task to create a sustainable & life-friendly system that promotes the health of ALL. So not “Back To Normality!”, but “Create A New Normality!”.

ÜBER Christoph Calim

Singer/Songwriter Christoph CALiM symbolisiert mit seinen Songs eine „Heartwarming Music“. Als Sänger der Herzen ist er Brückenbauer zwischen verschiedenen Kulturen, Sprachen, Zeiten und Welten. Christoph CALiM gelingt es vielfältige Musik-Genres wie Pop, Rock, Folk, Reggae, Latin, Jazz, Blues, Rap oder World Music auf der Bühne harmonisch zu vereinen. Er ist ein singender Poet mit offenen Augen und Armen, mit Inhalten am Puls der Zeit und vermittelt dem Publikum stets Herz und Hirn zugleich und in voller Intensität. Musik & Worte sind CALiMs Werkzeuge Gefühle zu aktivieren, zum (Nach-)Denken anzuregen und die Welt zum Positiven zu verändern … „I’m a man of the earth, not a man of a state. I live to love, I don’t live to hate“, betont Kosmopolit Christoph CALiM.

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Quellen & Links:

Zahlen & Daten zu Fakt 1

Zahlen & Daten zu Fakt 2

Zahlen & Daten zu Fakt 3

Zahlen & Daten zu Fakt 4

Zahlen & Daten zu Fakt 5

Zahlen & Daten zu Fakt 6

Zahlen & Daten zu Fakt 7

Zahlen & Daten zu “Non-Alkoholic Fatty Liver Disease”

Zahlen & Daten zu “Geschmacksverstärkern und Emulgatoren”

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Fotocredit: Guardians of the Earth

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