Desinfektion statt Schnapps - packmas.jetzt

Niemand hat etwas gegen einen gut destillierten Whisky oder Gin, aber Desinfektionsmittel ist derzeit nun einmal wichtiger als Hochprozentiges.

Und die Produzenten kommen dem nach. Peter Affenzeller beispielsweise destilliert nun keinen Alkohol, sondern stellt Desinfektionsmittel her. In einem Interview erklärt er: „Die Nachfrage ist gewaltig. Selbst Hebammen kaufen mittlerweile bei mir ein. Wenn ich 2000 Flaschen des Desinfektionsmittels in meinen Online-Shop stelle, sind die alle innerhalb von 30 Minuten weg.“ Ein schöner Nebeneffekt der Situation: Die Destillerie aus dem Mühlviertel ist arbeitstechnisch gut ausgelastet, die Mitarbeiter können normal weiter arbeiten.

Desinfektion von innen

Ein kleines Problem gibt es dennoch derzeit: Richtige Gebinde. Dieses ist gegenwärtig Mangelware. Dass das Desinfektionsmittel aber geliefert wird, steht außer Streit, niemand muss hamstern. Thomas Veitschegger, Präsident der Apothekerkammer Oberösterreich, erklärt: „Da muss sich niemand Sorgen machen, die heimischen Apothekerinnen und Apotheker produzieren am laufenden Band.“ Natürlich ist die Abnahme in den gegenwärtigen Mengen außergewöhnlich, aber stemmbar.

Und die Destillerie? Was macht die, wenn kein Whisky mehr produziert wird? Kann man sich den Luxus dennoch gönnen? „Unsere Lager sind gut gefüllt. Viele, die sich ein Desinfektionsmittel kaufen, schreiben uns so nett und bestellen gleich auch noch einen guten Tropfen von uns mit – zur Desinfektion von innen.“

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