Daniela Brodesser: "Offiziell nicht arm, aber am 10. des Monats kein Geld mehr" [packmas.Hören] - packmas.jetzt

Daniela Brodesser: “Offiziell nicht arm, aber am 10. des Monats kein Geld mehr” [packmas.Hören]

Daniela Brodesser kennt Armut aus eigener Erfahrung. Nun will sie die Beschämung beenden und startete #ichbinarmutsbetroffen.

Von Georg Sander

Die Teuerung schwappt über viele Menschen drüber und mit einer Inflation von acht Prozent und Preissteigerungen in fast allen Bereichen wissen viele nicht mehr, wie sie ihr Leben gestalten sollen. Daniela Brodesser kennt die Situation, war sie doch selbst von Armut betroffen. Darüber erzählt sie bei packmas.Hören, dem Podcastformat. Mit Redaktionsleiter Georg Sander spricht sie auch über gar nicht so leichte Kniffe, um durch das Leben zu kommen, wenn das Geld knapp ist.

Daniela Brodesser verhalf auch dem Hashtag #Ichbinarmutsbetroffen zu viel Aufmerksamkeit, um auf die vielschichtige Problematik aufmerksam zu machen. Denn schon vor der aktuellen Teuerungswelle waren hunderttausende Menschen in Österreich armutsgefährdet – doch auch jene, die über dem Grenzwert verdienen, leben nicht in Saus und Braus. Die Politik ist hier gefordert zu handeln und muss endlich Sozialleistungen und Beihilfen valorisieren, nicht nur die eigene Parteienförderung.

Mit der Armut einhergeht auch die Beschämung. Wer will schon von den Nachbarn gesehen werden, wie man in den Sozialmarkt schleicht? Das ist unangenehm und stigmatisierend. Daniela Brodesser will keine Almosen für ärmere Menschen, sondern treffsichere Hilfe, wie etwa Foodsharing statt hippe Apps, die Essen retten. Über all das spricht sie im Podcast:

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Daniele Brodesser ist als Frau Sonnenschein auf der Plattform Twitter und setzt sich on- und offline als Aktivistin, Kolumnistin und Autorin dafür ein, dass mit armutsbetroffenen Menschen geredet wird – und nicht nur über sie. Erfahrungsberichte aus dem Kontext unter #ichbinarmutsbetroffen erreichen genau das: Die Betroffenen selbst sprechen, nicht wer anderer. Die Initiative hat mittlerweile große Fernseh-Berichte erreicht und eben schon einen eigenen Beitrag auf Wikipedia. So kann es gehen!

Fotocredit: Christopher Glanzl

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