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Projekt Grundeinkommen ist in Deutschland gestartet

Letzte Woche bekamen 122 TeilnehmerInnen des Pilotprojekts ihr erstes Grundeinkommen ausgezahlt. Ein denkwürdiger Tag.

Redaktion

Damit niemand am Thema Grundeinkommen vorbeikommen konnte, haben sich die Initiatoren eine symbolische Aktion ausgedacht, die ins Auge sticht: Die Hauptrolle spielte ein bunter Geldautomat vor dem Berliner Reichstag. Der Tag begann gleich nach dem Aufstehen mit Grundeinkommen: Aus dem Radio kam die Stimme von Maheba Goedeke Tort, die bei Mein Grundeinkommen die Forschung leitet: “Wir wollen mit den Pilotprojekt wirkliche Grundlagenforschung machen”, erklärt sie im WDR-Morgenmagazin. “Deswegen schauen wir uns verschiedenste Lebensbereiche wie Arbeit, Gesundheit und Gemeinschaft an. Wir möchten herausfinden, ob das Grundeinkommen in diesen Bereichen Potenziale in den Menschen freisetzen kann – und dann den Rückschluss ziehen: Was würde das für unsere Gesellschaft als Ganzes bedeuten.”

Vor dem Büro in Berlin-Neukölln versammelte sich am 1. Juni das Team des Pilotprojekts. Auch ein Filmteam, das das Pilotprojekt von Anfang an begleitet, wartete schon. Nur worauf? Die Antwort stand im Treppenhaus, dick eingepackt in schützende Pappe: ein Geldautomat in den Farben des Pilotprojekts. Es braucht fünf Menschen und eine Sackkarre, um ihn in einen Transporter zu hieven. Fahrtziel: das Regierungsviertel. Das Team des Pilotprojekts und die ForscherInnen gaben um elf Uhr erste Interviews zum Auszahlungsstart. Die ARD, RTL, Bayrischer Rundfunk, Welt, die Presseagentur AFP und viele andere stellen kritische Fragen: Was können Sie mit dem Pilotprojekt herausfinden? Was nicht? Werden Menschen durch das Grundeinkommen aufhören zu arbeiten? Und wie soll das eigentlich finanziert werden?

Hat sich die Aktion gelohnt? Ja, so die Initiative! Denn so plakativ wie ein Geldautomat als Symbol für das Bedingungslose Grundeinkommen auch sein mag, er lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit heute auf die Grundeinkommensforschung. Und die ist wichtiger denn je: “Das Grundeinkommen wird seit Jahrzehnten moralisch und ideologisch debattiert. (…) Wir glauben, dass diese Diskussionen nicht mehr produktiv sind. Wir brauchen jetzt endlich Fakten und Daten, damit die Debatten seriös geführt werden können und nicht auf Annahmen beruhen”, sagte Michael Bohmeyer.

Foto: Pixabay

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