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Comun: Erste Gemeinwohlstiftung in Österreich offiziell gegründet

Die gemeinnützige Bundesstiftung Comun wurde mit zehnköpfigem Beirat für ökologischen und sozialen Fortschritt gegründet, über 100.000 Euro stehen im ersten Arbeitsjahr zur Verfügung.

Redaktion

Zum 1.1.2022 nimmt die im Dezember gegründete Gemeinnützige Bundesstiftung mit dem Namen „Gemeinwohlstiftung COMÚN“ ihre Arbeit auf. Die Stiftung versteht sich als Kapitalbasis für gesellschaftlichen Wandel, Alleinbegünstigte ist die Allgemeinheit. Über Stiftungsfonds und Stiftungsinitiativen soll der ökologische und soziale Fortschritt in Österreich befördert und Menschen in diesem Sinne ermächtigt und unterstützt werden.

Die Gemeinwohlstiftung COMÚN ist vollwertiges Mitglied im internationalen Dachverband „EDGE Funders Alliance“, dem über 100 Organisationen in 30 Ländern angehören. Zudem ist sie Unterzeichnerin der Erklärung der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ von Transparency International Deutschland, und verpflichtet sich damit zur besonderen Transparenz bezüglich Strukturen & Finanzgebarung gegenüber der Öffentlichkeit.

„Mit unserer solidarisch-progressiven Stiftung werden endlich Finanzmittel für Menschen zur Verfügung gestellt, die sich selbst organisieren wollen, aber bisher daran gescheitert sind, dass ihnen der Zugang zu vorhandenen Strukturen verwehrt geblieben ist. Die Unterstützung soll schnell und unbürokratisch beantragt werden können, damit das Antragsverfahren keine Hürde darstellt. So ein niederschwelliges Angebot für alle Menschen fehlt in Österreich bislang komplett. Mit unserer Stiftung wollen wir Mut machen, Umsetzung ermöglichen und Selbstermächtigung fördern“ so Stiftungsvorsitzende Veronika Bohrn Mena.

Erstes Arbeitsjahr: 4 Fonds und 3 Initiativen

Die Stiftung finanziert externe Aktivitäten über ihre Fonds, setzt ihr Vermögen aber auch zur Umsetzung eigener Initiativen um. Für das Arbeitsjahr 2022 stehen über 100.000 Euro für die Realisierung dieser Vorhaben zur Verfügung. Die Vergabe der Mittel wird dem Prinzip der „Bürger*innen-Stiftung“ folgend unter Einbezug von Stiftungs- und Fondsbeirät*innen entschieden.

4 Stiftungsfonds sind für das erste Jahr mit jeweils bis zu 10.000 Euro dotiert, aus denen externe Projekte gefördert werden können. Mit dem „Umweltfonds“ werden Aktivitäten im Bereich Klima, Natur & Tierschutz finanziert, aus dem „Bewegungsfonds“ werden soziale Bewegungen finanzielle Unterstützung erhalten. Der „Recherchefonds“ wiederum wird u.a. ein Recherchestipendium für Journalistinnen anbieten, der „Solidaritätsfonds“ soll Menschen in finanziellen Notlagen rasch unter die Arme greifen.

Hinzu kommen 3 Stiftungsinitiativen. Dazu zählt die Initiative oekoreich, die Grund & Boden für die Nachwelt sichert und mit oekoreich.com ein Medium betreibt. Außerdem die Initiative Lieferkettengesetz, die kürzlich mit dem Lieferkettenatlas ein neues Instrument zur Bewusstseinsbildung vorgestellt hat. Und schließlich wird mit den „Konsumdialogen“ im neuen Jahr der Austausch zwischen Konsument*innen und Produzent*innen befördert.

Fotocredit: Pixabay

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