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7 Ideen für eine neue Wirtschaft

Die Organisationen GLOBAL 2000 und Friends of the Earth Europe veröffentlichen “Sieben Ideen für eine neue Wirtschaft”.

Redaktion

Zum Start des Europäischen Forum Alpbach lädt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 dazu ein, die Wirtschaft neu zu denken. Unter dem Titel “7 Ideen für eine neue Wirtschaft” finden sich sieben Visionen für ein Wirtschaftssystem, das dem Wohl aller Menschen dient und im Einklang mit den Ressourcen unseres Planeten steht. GLOBAL 2000 hat diese gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen innerhalb des Netzwerks Friends of the Earth Europe entwickelt. Das Konzept skizziert etwa strenge Klima- und Umweltverpflichtungen für Konzerne, erneuerbare Energiegemeinschaften genauso wie eine Neudefinition von Arbeit. “Die 7 präsentierten Ideen zeigen, wie wir unsere Wirtschaft in ein sozial- und umweltgerechtes System verwandeln können, in dem Lebensqualität, Suffizienz und Empathie, statt Wachstum und Konzern-Gier im Mittelpunkt stehen. In dieser Zeit der Krisen, die geprägt ist von Krieg, Erderhitzung, Knappheit und fossiler Inflation, merken viele Menschen, dass ein ‘Weiter wie bisher’ unmöglich ist“, sagt Anna Leitner, Ressourcen- und Lieferkettensprecherin bei GLOBAL 2000.
Ab heute kommen die Großen der Wirtschaft und Politik beim Europäischen Forum Alpbach zusammen. “Anstatt die Endlichkeit unserer Ressourcen zu akzeptieren und einen Paradigmenwechsel einzuleiten, versuchen die Teilnehmer:innen des Alpbach Forum mit kosmetischen Maßnahmen das ausbeuterische Wirtschaftssystem zu Ihrem persönlichen Vorteil am Leben zu erhalten”, kritisiert Anna Leitner weiter.

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Die folgenden “7 Ideen für eine neue Wirtschaft“ zeigen, wie eine sozial gerechte und demokratische Umsetzung dieser Transformationen möglich ist:

  1. eine Wirtschaft innerhalb der Grenzen unserer Erde – dazu gehört auch ein Lieferkettengesetz mit bindenden Sorgfalts- und Rechenschaftspflichten für Konzerne, wie es derzeit auf EU-Ebene verhandelt wird,
  2. eine wahrhaft demokratische und partizipative Wirtschaft und Demokratie, in der Wirtschaft nicht länger reiner Selbstzweck bleibt,
  3. eine gemeinschaftliche Zukunft, in der die Grundbedürfnisse aller Menschen durch öffentliche Versorgung befriedigt sind,
  4. eine neue Definition von “Arbeit”, die auch Sorgearbeit wertschätzt, Lohnarbeitszeit reduziert und soziale Sicherheit vom Wirtschaftswachstum entkoppelt,
  5. kleinere, kollektiv geführte Unternehmen, die einem gemeinschaftlichen Zweck dienen, anstatt hierarchisch geführter transnationaler Großkonzerne,
  6. fairer, nachhaltiger und demokratischer Handel mit mehr lokalen und regionalen Wertschöpfungsketten,
  7. Suffizienz, Fürsorge und Empathie, Gleichberechtigung und Inklusion und Autonomie als neue Grundwerte.

Das dominante Wirtschaftssystem gefährdet unsere Lebensgrundlagen. Doch diese Wirtschaftsstrukturen sind das Ergebnis bewusster Entscheidungen – und deshalb können wir sie neu gestalten! Lieferkettenprobleme, Verlagerung dreckiger Industrien in ferne Länder mit niedrigeren Standards und immer weiter steigende Emissionen zeigen nur eines: Wachstum und Überleben auf globaler Ebene schließen einander aus. Unendliches Wirtschaftswachstum in einem System mit endlichen Ressourcen ist schlicht unmöglich. Die Grundpfeiler einer Gesellschaft, die gutes Leben für alle innerhalb der planetaren Grenzen ermöglicht, sind physische und mentale Grundbedürfnisse. Dazu gehören Nahrung, Unterkunft, Teilhabe und Freiheit, nicht jedoch materieller Luxus und Überkonsum. Im Sinne der Degrowth-Bewegung (der “7 Ideen für eine neue Wirtschaft”) können Wirtschaftssektoren, die Grundbedürfnisse erfüllen und dem Wohlergehen der Allgemeinheit dienen, weiter wachsen. Segmente, deren Aktivitäten umweltschädlich sind und die kaum oder gar keinen gesellschaftlichen Nutzen haben, sollen geordnet zurückentwickelt werden.

Fotocredit: Pixabay

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