Unternehmertreff setzt Impulse für nachhaltige Post-Corona Wirtschaft

Ist für Nachhaltigkeit aktuell noch „Platz“ auf Führungsebene und damit auch im Unternehmen? Wie können Führungskräfte agieren, um gerade jetzt Nachhaltigkeitsmaßnahmen im eigenen Unternehmen zu fördern?

Redaktion

Der CSR-Unternehmertreff Steiermark zeigt, wie die Sustainable Development Goals (SDGs) als Kompass und Weg aus der Krise genutzt werden können und beleuchtet am Beispiel Niceshops Chancen für Transformation und mehr unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement. Für Peter Giffinger, CEO für Saint Gobain in Österreich, sind die Rahmenbedingungen ein ganz wesentlicher Themenkomplex, damit der Green Deal auch zum Wirtschaftsmotor wird, der Arbeit und Wohlstand schafft: „Es ist die Frage, ob wir die großen Herausforderungen im Klimaschutz, wie Mobilität, Digitalisierung, Transport und den rund 40%-igen Impact, den der Gebäudesektor in diesem Zusammenhang bedeutet, ohne das Setzen von Anreizen bewältigt werden können.

Für den respACT-Präsidenten und -Landeskoordinator Steiermark ist jedenfalls klar, dass die Transformation der Wirtschaft nicht alleine von der Nachfrageseite ausgehen kann. „Wir leben in einer Zeit, in der Social-Distancing notwendig ist”, sagte Leonore Gewessler in ihrer Videobotschaft an den CSR-Unternehmertreff Steiermark, der online stattgefunden hat. Der Begriff Physical-Distancing würde viel besser den Punkt treffen, um den es geht, denn „wir müssen räumlichen Abstand halten, aber wir müssen gedanklich enger zusammenrücken und verstärkt im Dialog darüber sein, wie es nach, oder besser mit Corona weitergeht.” Für die Umweltministerin sind die SDGs der beste Zielrahmen für eine nachhaltige Entwicklung. Unternehmen hätten eine Schlüsselrolle in der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Österreichs Unternehmen würden bereits heute international Spitzenpositionen vorweisen, etwa in der energetischen Nutzung von Wasserkraft, Biomasse, Solarenergie, im Bereich des ökologischen Bauens und auch in den klassischen Umwelttechnologiebranchen, wie zum Beispiel dem Wasser und dem Abfallmanagement. Die Ministerin würdigte die Maßnahmen von respACT-Mitgliedern zur Steigerung der Ressourceneffizienz und der Verwendung erneuerbarer Energien und sprach die vielfältigen Förderprogramme an, die für nachhaltige Innovationen zur Verfügung stünden.

Wie in der Steiermark verantwortungsvolle Unternehmen über den kurzfristigen Profit hinausdenken, indem sie zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen in ihre Geschäftsstrategie integrieren, zeigt das Beispiel Niceshops. Für Moderatorin Iris Strasser, Netzwerk Verantwortung Zeigen!, ist das steirische E-Commerce Unternehmen ein gutes Beispiel, wie Nachhaltigkeit wirtschaftlich sinnvoll in die Firmenstrategie integriert werden kann.

Roland Fink, CEO Niceshops, hat in seinem Vortrag einerseits die branchenspezifischen Auswirkungen der Coronakrise skizziert und andererseits über wesentliche Learnings und Veränderungen berichtet, die für die zukünftige Unternehmensführung aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit wichtig sind, wie etwa Klimaneutralität, Mitarbeiterführung und gesellschaftliche Herausforderungen. Sein Credo lautet: „Wir schaffen uns ein klimaneutrales Unternehmen, das zu den besten Arbeitgebern in Europa zählt, uns ein gutes Leben ermöglicht und versucht, die Welt besser zu machen.” Zur Optimierung der CO2-Belastung seines Unternehmens hat er gemeinsam mit dem Johanneum Graz den “Carbon Footprint Niceshops” berechnet. In der anschließenden Diskussion, hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen an den steirischen Nachhaltigkeitspionier zu richten und sich über Fragen nachhaltiger Unternehmensführung auszutauschen.

Fotocredit: Pixabay

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